﻿{"id":1754,"date":"2015-09-17T12:04:17","date_gmt":"2015-09-17T10:04:17","guid":{"rendered":"http:\/\/keienfenn.de\/WP\/?page_id=1754"},"modified":"2015-09-26T10:49:09","modified_gmt":"2015-09-26T08:49:09","slug":"informationen-zum-zwergwuchsprojekt","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/keienfenn.de\/WP\/informationen-zum-zwergwuchsprojekt\/","title":{"rendered":"Informationen zum Zwergwuchsprojekt"},"content":{"rendered":"<p>Das Projekt ist jetzt abgeschlossen, das Gen ist identifiziert, so dass ich f\u00fcr dieses Projekt keine Blutproben mehr abnehmen werde. Der DNA-Test wird in K\u00fcrze verf\u00fcgbar sein.<\/p>\n<p>Die Mutation wird monogen autosomal rezessiv vererbt. Beim Labrador handelt es sich beim Zwergwuchs anders als bei anderen Rassen lediglich um eine milde Form, die nach bisherigen Erkenntnissen nicht mit offensichtlichen Gesundheitsproblemen oder Sekund\u00e4rarthrosen einhergeht.<\/p>\n<p><a class=\"link\" title=\"\" href=\"http:\/\/www.genetics.unibe.ch\/unibe\/vetmed\/genetic\/content\/e2353\/e2664\/e2867\/files3276\/Probeneinsendeformular_Hund_allgemein_d_2011Apr08_ger.pdf\" target=\"_blank\">Blutproben f\u00fcr die Forschung f\u00fcr weitere Projekte<\/a> sind an der Universit\u00e4t Bern nat\u00fcrlich weiterhin willkommen.<\/p>\n<p>Wie versprochen wird jeder, der mir erlaubt hat, seinem Hund Blut abzunehmen in K\u00fcrze sein Ergebnis (je nach Eingang der Proben, einige sind noch gar nicht untersucht) mitgeteilt bekommen. Dieses Ergebnis ist ausschlie\u00dflich f\u00fcr den Besitzer bestimmt. Ich selbst unterliege der tier\u00e4rztlichen Schweigepflicht und auch die Universit\u00e4t Bern wird selbstverst\u00e4ndlich keine Namen weitergeben. Wer mag, kann es auf seiner privaten Homepage oder im \u201eDer Retriever\u201c ver\u00f6ffentlichen.<br \/>\nDas ist aber nicht einmal unbedingt notwendig, da ab sofort jeder Z\u00fcchter auch ohne Ver\u00f6ffentlichung verhindern kann, dass Zwerge gez\u00fcchtet werden, wenn daf\u00fcr gesorgt wird, dass ein Elternteil \u201eclear\u201c ist und den Genotyp GG aufweist. So einfach ist das und die Verantwortung f\u00fcr ein allm\u00e4hliches Ausschleichen dieses Gens aus unserer Population liegt wie immer bei den Z\u00fcchtern und Deckr\u00fcdenbesitzern.<\/p>\n<p>Nun hoffe ich sehr, dass dieser neue Test nicht dazu f\u00fchren wird, dass noch mehr Tiere von der Zucht ausgeschlossen werden. Dann h\u00e4tten sich zwei Jahre Arbeit, die ich f\u00fcr unsere Rasse gern geleistet habe, nicht nur nicht gelohnt, sondern w\u00fcrden unserer Rasse sogar schaden, da ohne Not unser kleiner Genpool noch weiter eingeengt w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Eindr\u00fccklich m\u00f6chte ich noch einmal darauf hinweisen, dass alle Labrador Retriever mit dem Genotyp CC, die ich pers\u00f6nlich kenne, also die \u201eaffected\u201c, klinisch gesund sind.Wichtig f\u00fcr die von einem Merkmal Betroffenen ist, ob dieses einen Krankheitswert hat, dieses Merkmal also den Hunden Schmerzen oder sonstige Probleme bereitet. Daher k\u00f6nnen und sollen diese -wie bisher- z\u00fcchterisch eingesetzt werden, nur ab sofort ohne das Risiko, dass auch genotypisch kleine Labradors entstehen. Diese sind \u00fcbrigens nicht immer sicher im Ph\u00e4notyp von den auch h\u00e4ufig vorkommenden kleinen Labrador Retrievern mit dem Genotyp GG, also \u201cclear\u201c zu unterscheiden. Ein 52 cm gro\u00dfer Labrador mit dem Genotyp GG (clear) wird vermutlich vergleichbar hoch springen k\u00f6nnen wie ein 52 cm gro\u00dfer Labrador mit dem Genotyp CC (affected). Es gibt allerdings auch Labradors mit dem Genotyp CC, die bei der Zuchtzulassungspr\u00fcfung dem Standard entsprechend mit 56 oder 57 cm eingemessen wurden.<\/p>\n<p>Nach wie vor sehe ich die Molekularbiologie als gro\u00dfe Chance f\u00fcr die Zucht, weil diese uns z. T. schon heute erlaubt, im Hinblick auf bestimmte Merkmale ph\u00e4notypisch gesunde Hunde zu z\u00fcchten ohne unseren Genpool weiter einzuengen. Ich setze all meine Hoffnung auf die Entwicklung weiterer DNA-Tests in der Hoffnung, dass die Z\u00fcchter sie f\u00fcr die von ihnen gez\u00fcchtete Rasse sinnvoll einsetzen werden, was bedeutet, dass wir f\u00fcr rezessive Merkmale einige weitere Generationen Tr\u00e4ger in der Zucht haben werden, die aber alle klinisch gesund sein werden.<\/p>\n<p>Zur Information f\u00fcr alle, die mir vertrauen: Wanda, Alpha und Enya vom Keien Fenn haben den Genotyp NN f\u00fcr PRA (clear) und den Genotyp GG (clear) f\u00fcr diese milde Form des Zwergwuchses.<br \/>\nGinger vom Keien Fenn ist sowohl Carrier f\u00fcr PRA mit dem Genotyp N\/n als auch f\u00fcr Zwergwuchs mit dem Genotyp GC.<br \/>\nTrotz aller Anstrengungen war es leider nicht mehr m\u00f6glich, aus den alten f\u00fcr die PRA-Forschung seinerzeit von mir eingeschickten und f\u00fcr dieses Projekt angeforderten Blutproben von Tibea Tosh und Birdrowe Candy DNA zu gewinnen, so dass ich f\u00fcr die beiden Begr\u00fcnder der neuen Linie des Zwingers vom Keien Fenn keine Ergebnisse bekommen kann.<br \/>\nDieses ist f\u00fcr unsere heutige Zucht auch ohne jede Bedeutung und schm\u00e4lert die Verdienste dieser beiden Hunde f\u00fcr Zucht vom Keien Fenn in keiner Weise.<br \/>\nGinger soll bei ihrer n\u00e4chsten Hitze gedeckt werden. In ihren ersten beiden W\u00fcrfen hat sie sich f\u00fcr uns als gute Zuchth\u00fcndin erwiesen, die ihre guten Eigenschaften an einen Gro\u00dfteil ihrer Nachkommen weitergegeben hat.<br \/>\nDiese guten Eigenschaften verdankt sie nicht nur ihrer Mutter Alpha sondern nat\u00fcrlich auch ihrem Vater.<\/p>\n<p>Ich danke allen, die mich beim Zwergwuchsprojekt unterst\u00fctzt haben.<\/p>\n<p>Leni Niehof<\/p>\n<h2><a name=\"318304a1010c82e03\"><\/a>Nachtrag:<\/h2>\n<table class=\"content\" width=\"100%\" cellspacing=\"0\">\n<tbody>\n<tr class=\"row\">\n<td class=\"cell\" align=\"left\" valign=\"top\" width=\"100%\">Der DNA-test ist jetzt verf\u00fcgbar.<\/p>\n<p>Mein gro\u00dfer Dank gilt Herrn Prof. Dr. Tosso Leeb, der meiner Bitte, den Labrador Retriever in seine Forschungsarbeit zum Zwergwuchs beim Hovawart einzubeziehen, sofort entsprochen hat und Frau Mirjam Frischknecht, die ihre Masterarbeit zu diesem Thema geschrieben hat. Die ersten Ergebnisse wurden bereits von der Universit\u00e4t Bern verschickt.<\/p>\n<p>Um zur personellen Entlastung der Uni Bern beizutragen, werden die offiziellen Ergebnisse des DNA-test f\u00fcr Kleinwuchs beim Labrador Retriever ab sofort von mir per E-Mail verschickt.<\/p>\n<p>Leider liegen mir nicht alle Adressen korrekt vor.<\/p>\n<p>Daher bitte ich alle, die an dem Projekt teilgenommen und ihr Ergebnis noch nicht erhalten haben, mir eine kurze <a class=\"link\" title=\"\" href=\"http:\/\/keienfenn.de\/kontakt\/index.html#2120609dc211c4403\">E-Mail<\/a> zu schicken.<\/p>\n<p>Ich werde mich bem\u00fchen, so kurzfristig wie m\u00f6glich alle Anfragen nach Ergebnissen zu beantworten.<\/p>\n<p>Leni Niehof<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<div id=\"more\">\n<h3><strong>Aufruf Forschungsprojekt Zwergwuchs<\/strong><\/h3>\n<p>Am Institut f\u00fcr Genetik der Universit\u00e4t Bern<br \/>\n(Postfach 8466, CH-3001 Bern, Tel +41 (0) 31 631 2322, Fax +41 (0) 31 631 2640)<br \/>\nwerden die molekulargenetischen Ursachen von Erbkrankheiten und anderen erblichen Merkmalen bei Haus- und Nutztieren erforscht.<br \/>\nDas Institut beteiligt sich auch an den internationalen Anstrengungen zur Analyse des Genoms des Hundes.<br \/>\nZur Zeit gibt es verschiedene Forschungsprojekte f\u00fcr den Hund.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.genetics.unibe.ch\/content\/forschung\/hund\/index_ger.html\">http:\/\/www.genetics.unibe.ch\/content\/forschung\/hund\/index_ger.html<\/a><br \/>\nUnter anderem wird auch der disproportionierte Zwergwuchs beim Hovawart erforscht.<br \/>\nProfessor Tosso Leeb, der auch die genuine Epilepsie beim Labrador Retriever erforscht, hat grosses Interesse daran, die Labrador Retriever in dieses Forschungsprojekt einzubeziehen.<br \/>\nEr braucht daf\u00fcr unbedingt Blutproben von zwergw\u00fcchsigen Tieren. Zus\u00e4tzliche Proben von Verwandten dieser Tiere sind ebenfalls n\u00fctzlich, aber ohne Blutproben von betroffenen Tieren kann nichts erreicht werden.<br \/>\nEs gibt unterschiedliche Formen des Kleinwuchses beim Labrador Retriever und vermutlich unterschiedliche Ursachen f\u00fcr die Wachstumsst\u00f6rungen.<br \/>\nMittlerweile haben sich bereits einige Besitzer von kleinw\u00fcchsigen Labrador Retrievern bereit erkl\u00e4rt, Blut von ihren Hunden in die Schweiz zu schicken.<br \/>\nAuch von Hunden aus meiner Zucht habe ich schon Blutproben an das Institut geschickt.<br \/>\nIm Interesse unserer Rasse m\u00f6chte ich alle Besitzer von kleinw\u00fcchsigen Labrador Retrievern oder von Verwandten solcher Tiere bitten, sich an diesem Forschungsprojekt zu beteiligen<br \/>\nEs werden EDTA-Blutproben, Kopien der Stammb\u00e4ume und \u2013 falls vorhanden \u2013 Ergebnisse von speziellen Untersuchungen (R\u00f6ntgen o.\u00e4.) ben\u00f6tigt.<br \/>\nWer Proben an Professor Leeb schicken m\u00f6chte, findet hier Hinweise zum Probenversand:<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.genetics.unibe.ch\/unibe\/vetmed\/genetic\/content\/e2353\/e2664\/e2867\/files2884\/Probeneinsendeformular_allgemein_d_2010Sep06_ger.pdf\">http:\/\/www.genetics.unibe.ch\/unibe\/vetmed\/genetic\/content\/e2353\/e2664\/e2867\/files2884\/Probeneinsendeformular_allgemein_d_2010Sep06_ger.pdf<\/a><br \/>\nIn meiner Praxis werden aus wissenschaftlichem Interesse keine Geb\u00fchren f\u00fcr die Blutentnahme erhoben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Projekt ist jetzt abgeschlossen, das Gen ist identifiziert, so dass ich f\u00fcr dieses Projekt keine Blutproben mehr abnehmen werde. 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