﻿{"id":1044,"date":"2015-08-25T18:52:41","date_gmt":"2015-08-25T16:52:41","guid":{"rendered":"http:\/\/keienfenn.de\/WP\/?page_id=1044"},"modified":"2026-02-03T15:32:41","modified_gmt":"2026-02-03T14:32:41","slug":"aktuell-2015","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/keienfenn.de\/WP\/aktuell-2015\/","title":{"rendered":"Informationen zum Epilepsieprojekt"},"content":{"rendered":"<h6><\/h6>\n<h6><\/h6>\n<h3><span style=\"color: #000080;\"><strong><em>Informationen zum Epilepsieprojekt! <\/em><\/strong><\/span><\/h3>\n<p>Gemeinsames Forschungsobjekt der Universit\u00e4ten Bern (Tosso Leeb) und Helsinki (Hannes Lohi)<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.koirangeenit.fi\/english\/projects\/ongoing-research-projects\/neurological-diseases\/epilepsy2\/\">https:\/\/www.koirangeenit.fi\/english\/projects\/ongoing-research-projects\/neurological-diseases\/epilepsy2\/<\/a><\/p>\n<h6>Blutproben von Hunden mit \u201eAnf\u00e4llen\u201c und von deren Verwandten bitte einsenden (<strong>kein<\/strong> Express) an:<\/h6>\n<h6>Lohi laboratory<br \/>\nBiomedicum Helsinki, room C514b<br \/>\nHaartmaninkatu 8, 00290 Helsinki, Finland<\/h6>\n<h6>Der Blutprobe <span style=\"color: #ff0000;\">(1-3 ml EDTA-Blut)<\/span> bitte ein Einsendeformular und eine Kopie der Ahnentafel beif\u00fcgen.<\/h6>\n<h4>Link zum <strong>Einsendeformular:<\/strong> <a href=\"https:\/\/www.koirangeenit.fi\/@Bin\/634368\/Sample_form.pdf\">https:\/\/www.koirangeenit.fi\/@Bin\/634368\/Sample_form.pdf<\/a><\/h4>\n<h4>Den <strong>Fragebogen<\/strong> bitte online ausf\u00fcllen (nur f\u00fcr Hunde mit \u201eAnf\u00e4llen\u201c)<\/h4>\n<p><a href=\"https:\/\/www.scientific-surveys.uni-muenchen.de\/evasys\/public\/online\/index\/index?online_php=&amp;p=Epilepsie2021&amp;ONLINEID=4544911446716588313126795776203719316139\">https:\/\/www.scientific-surveys.uni-muenchen.de\/evasys\/public\/online\/index\/index?online_php=&amp;p=Epilepsie2021&amp;ONLINEID=4544911446716588313126795776203719316139<\/a><\/p>\n<h4><strong>Videos<\/strong> zu betroffenen Hunden bitte hier hochladen:<\/h4>\n<p><a href=\"http:\/\/www.dogepilepsyresearch.org\/\">http:\/\/www.dogepilepsyresearch.org\/<\/a><\/p>\n<h4>Bei Fragen \u00a0rufen Sie mich gerne an (<strong>0211-3005210<\/strong>) oder schreiben mir eine E-Mail an <strong>hiniehof@icloud.com<\/strong><\/h4>\n<p>Jede Information zum Thema wird vertraulich behandelt; jede Blutprobe von Hunden mit Anf\u00e4llen (und von Verwandten dieser Hunde) ist hilfreich f\u00fcr den Erfolg des Projektes. Ich danke allen f\u00fcr die Unterst\u00fctzung des Projektes.<\/p>\n<p>Helena I. Niehof-Oellers<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/keienfenn.de\/WP\/aktuell-2015\/\"><strong><span style=\"color: #000080;\">Update 20.01.2026<\/span><\/strong><\/a><\/p>\n<p>Die Einreichung der Publikation verz\u00f6gert sich voraussichtlich auf M\u00e4rz.<\/p>\n<p>Um keine falschen Hoffnungen zu wecken ohne die Hoffnung aufzugeben: Epilepsie ist ein sehr schwieriges Thema f\u00fcr die Genetiker. Es ist nicht zu erwarten, dass es schon bald einen <strong>einfachen<\/strong> Gentest (wie bei den monogenetischen Merkmalen) geben wird und auch nicht, dass <strong>alle\u00a0<\/strong> Formen von Epilepsie beim Labrador Retriever auf z\u00fcchterischem Weg zu eliminieren sein k\u00f6nnten. Die Forschung f\u00fcr den Golden Retriever (Tosso Leeb, Bern) hat bisher keinerlei Ergebnisse gebracht.<\/p>\n<p>Es gibt auch gute Nachrichten. Helsinki hat eine recht hohe F\u00f6rderung f\u00fcr weitere Epilepsie-Studien erhalten und Labrador Retriever sind dabei eingeschlossen. Eines der wichtigsten Ziele ist es, eine Replikationskohorte zu sammeln, um zu sehen, ob die von uns identifizierten Loci g\u00fcltig sind. Daf\u00fcr werden mehr Proben ben\u00f6tigt.<\/p>\n<p>Umso wichtiger ist es, die Forschung weiterhin durch die Einsendung von <strong>Blutproben<\/strong> erkrankter Hunde und der Verwandten zu unterst\u00fctzen. F\u00fcr den Labrador gibt es kleinere Anfangserfolge und jede eingeschickte Blutprobe ist ein Schritt auf dem Weg, der hoffentlich zum Ziel f\u00fchren wird.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/keienfenn.de\/WP\/aktuell-2015\/\"><strong><span style=\"color: #000080;\">Update 24.11.2025<\/span><\/strong><\/a><\/p>\n<p>Tiina schreibt erg\u00e4nzend zum letzen Update Folgendes: Wir beabsichtigen, das Manuskript im Dezember oder Januar einzureichen. Wir warten noch auf einige letzte Analysen von unseren Kooperationspartnern. Wir haben neben ADAM 23 auch andere Loci gefunden, aber diese m\u00fcssen wahrscheinlich noch weiter untersucht werden, bevor sie z\u00fcchterisch f\u00fcr die Paarungsplanung\u00a0 ber\u00fccksichtigt werden k\u00f6nnen. Sie sollten in einer weiteren unabh\u00e4ngigen Kohorte validiert werden. Wir planen jedoch, dies nach Abschluss dieser Studie zu tun, sodass zus\u00e4tzliche Proben sehr n\u00fctzlich w\u00e4ren.<\/p>\n<p><span style=\"color: #000080;\"><strong>Update 22.03.2025<\/strong><\/span><\/p>\n<p>Tiina schreibt Folgendes: Wir sind dabei, die Analysen abzuschlie\u00dfen, und werden sie wahrscheinlich im Laufe dieses Fr\u00fchjahrs vorlegen. Die Frage nach der Z\u00fcchtung gegen Epilepsie auf der Grundlage des Adam23-Genotyps ist sehr komplex, da die Varianten h\u00e4ufig sind und ihre Wirkung eher gering ist (im Vergleich zu durchschnittlichen Alleleffekten bei komplexen Krankheiten ist die Wirkung gro\u00df, aber im Vergleich zu monogenen Krankheiten ist sie gering). Idealerweise w\u00fcrden wir zus\u00e4tzliche Risikoloci identifizieren und die Kombination dieser Loci f\u00fcr die Zucht verwenden. Wir haben bereits einige andere interessante Kandidaten f\u00fcr Risikoloci.<\/p>\n<p><span style=\"color: #000080;\"><strong>Update 23.01.2025<\/strong><\/span><\/p>\n<p>Die Ver\u00f6ffentlichung der Studie mit den vorl\u00e4ufigen Ergebnissen verz\u00f6gert sich ein wenig und wird vermutlich erst im Fr\u00fchjahr eingereicht.<\/p>\n<p>Tiina schreibt erg\u00e4nzend zum letzen Update Folgendes:<\/p>\n<p>Wir konnten zwei Varianten im ADAM23-Gen identifizieren, die das Epilepsierisiko erh\u00f6hen. Diese Varianten scheinen weniger stark mit generalisierten tonisch-klonischen Anf\u00e4llen als vielmehr mit fokalen Anf\u00e4llen und sogar paroxysmalen Dyskinesien assoziiert zu sein. Beide Varianten sind sehr h\u00e4ufig, und zwar nicht nur bei Labradors, sondern auch bei anderen Hunderassen. Wir glauben, dass wir die h\u00e4ufigsten Risikovarianten in Bezug auf Epilepsie identifiziert haben. Eine dieser Varianten (bei Labradors ist dies die h\u00e4ufigere) wurde validiert und es wurde gezeigt, dass sie die Funktion\/Expression von ADAM23 beeinflusst. F\u00fcr die andere Variante m\u00fcssen wir die Studien noch fortsetzen, um ihre m\u00f6glichen Auswirkungen zu best\u00e4tigen.<\/p>\n<p>Die Risikovarianten sind auch bei gesunden Hunden sehr h\u00e4ufig (wie bei komplexen Krankheitsrisikovarianten zu erwarten), so dass sich die Zucht schwierig gestaltet. Neben ADAM23 gibt es noch viele andere genetische Loci, die das Epilepsierisiko beeinflussen &#8211; und wir haben auch schon einige vorl\u00e4ufige Ergebnisse zu anderen m\u00f6glichen Risikoloci, die wir derzeit untersuchen.<\/p>\n<p><span style=\"color: #000080;\"><strong>Update 06.02.2024<\/strong><\/span><\/p>\n<p>An dieser Stelle m\u00f6chte ich mich bei allen, die mich und das Projekt zum Teil schon seit 2015 unterst\u00fctzen f\u00fcr die neuerliche Einsendung etlicher Blutproben von Hunden mit Anf\u00e4llen und ihren Verwandten bedanken (auch im Namen der Wissenschaftler in Helsinki). Es gibt seit dem letzten Update von 2021 nicht besonders viel Neues, aber Gutes zu berichten.<\/p>\n<p>Tiina Harmas (Heinonen) schreibt zu den Fortschritten des Projektes: Wir haben in unseren GWAS-Studien einen Risikolocus auf Chromosom 37 identifiziert, der mit fokalen Anf\u00e4llen und m\u00f6glicherweise paroxysmaler Dyskinesie assoziiert ist. Wir haben dazu auch einige Kandidatengene als vorl\u00e4ufige Risikovarianten gefunden. Derzeit f\u00fchren wir einige zus\u00e4tzliche Studien durch, um diese Ergebnisse zu validieren. Wir hoffen, im Fr\u00fchjahr die letzten Ergebnisse zu erhalten und die Studie noch in diesem Jahr ver\u00f6ffentlichen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><strong>Zur Erkl\u00e4rung:<\/strong> Sogenannte genomweite Assoziationsstudien (GWAS) dienen dem Zweck, herauszufinden, ob ein bestimmter Ph\u00e4notyp mit bestimmten Genotypen assoziiert ist,\u00a0 ohne, dass man vorher schon wissen muss, welche Gene z. B. in Zusammenhang mit einer Erkrankung \u00fcberhaupt relevant sein k\u00f6nnten.<\/p>\n<p>Ein Kandidatengen ist eine beliebige DNA-Sequenz (Gen), dessen Lage auf einem Chromosom mit einer bestimmten Krankheit in Verbindung gebracht wird. Es befindet sich in einer bestimmten, an der Krankheit beteiligten Chromosomenregion oder das Proteinprodukt dieses Gens steht im Verdacht, die Ursache der Krankheit zu sein. Die Annahme, dass das Gen eine Rolle bei diesem Merkmal spielt, macht es zu einem\u00a0 Kandidaten f\u00fcr weitere Untersuchungen. Kandidatengne werden verwendet, um genetische Risikofaktoren f\u00fcr komplexe Erkrankungen zu identifizieren. Quelle: https:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/pmc\/articles\/PMC9470237\/\u00a0 https:\/\/www.genome.gov\/genetics-glossary<\/p>\n<p><span style=\"color: #000080;\"><strong>Update 19.07.2021: der Link zum Online-Fragebogen\u00a0 <\/strong><span style=\"color: #333333;\">Der Link darf weitergegeben werden. <\/span><strong><br \/>\n<\/strong><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Tahoma',sans-serif; color: black;\"><a href=\"https:\/\/www.scientific-surveys.uni-muenchen.de\/evasys\/online.php?p=Epilepsie2021\">https:\/\/www.scientific-surveys.uni-muenchen.de\/evasys\/online.php?p=Epilepsie2021<\/a><\/span><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.dogepilepsyresearch.org\/\">http:\/\/www.dogepilepsyresearch.org\/<\/a>Hier k\u00f6nnen Videos hochgeladen werden.<\/p>\n<p><span style=\"color: #000080;\"><strong>Epilepsieprojekt Update 25.06.2021<\/strong><\/span><\/p>\n<p>Das Projekt ist seit August eher langsam vorangeschritten; im Fr\u00fchjahr wurde eine neue Charge von Proben genotypisiert und die ersten Analysen k\u00fcrzlich abgeschlossen.<\/p>\n<p>Basierend auf diesen Analysen wurden zwei vielversprechende Loci identifiziert, die mit fokalen Anf\u00e4llen und m\u00f6glicherweise paroxysmaler Dyskinesie bei Labrador Retrievern assoziiert sind. Es scheint, dass diese Loci nicht mit generalisierten tonisch-klonischen Anf\u00e4llen assoziiert sind. Da diese Loci nur mit bestimmten Anfallstypen assoziiert zu sein scheinen, ist es extrem wichtig, als n\u00e4chstes die <strong>aktualisierten<\/strong> Ph\u00e4notypen von den Hunden zu erhalten, deren Blutproben f\u00fcr dieses Projekt nach Helsinki eingeschickt wurden. Darunter sind auch viele Hunde mit fehlenden oder unklaren Anfallstypen.<\/p>\n<p>Prof. Andrea Fischer von der Universit\u00e4t M\u00fcnchen hat einen neuen Online-Fragebogen entwickelt. Der Link dazu wird\u00a0 hier in K\u00fcrze ver\u00f6ffentlicht werden. Leider sind nicht mehr alle Telefonnummern und E-Mail-Adressen der damaligen Teilnehmer weiterhin g\u00fcltig, sodass ich leider nicht jeden pers\u00f6nlich ansprechen kann. Dieser Link darf also gern weitergegeben werden, damit m\u00f6glichst alle Besitzer erreicht werden.<\/p>\n<p>Dar\u00fcber hinaus werden noch mehr Proben von Labrador Retrievern mit epileptiformen Anf\u00e4llen ben\u00f6tigt. Weiterhin ist unsere Rasse auf die Mitarbeit von euch angewiesen und ich danke allen, die mich unterst\u00fctzt haben und unterst\u00fctzen werden.<\/p>\n<p><span style=\"color: #000080;\"><strong>Epilepsieprojekt Update 25.05.2020<\/strong><\/span><\/p>\n<p>Endlich gibt es wieder Neuigkeiten aus Helsinki zum Epilepsieprojekt. Trotz einer l\u00e4ngeren Pause, die aber nicht ungenutzt verstrichen ist, wird die Forschung nun wieder intensiviert. Riika Sarviaho hat ihre Doktorarbeit im M\u00e4rz abgeschlossen und eine neue Doktorandin, Tiina Heinonen, k\u00fcmmert sich nun um dieses Projekt. Mit einem internationalen Team von Neurologen wurde an der Entwicklung einer neuen Online-Epilepsie-Umfrage gearbeitet, um die Ph\u00e4notypisierung weltweit zu harmonisieren und bessere und gr\u00f6ssere Kohorten f\u00fcr Studien zu rekrutieren. Die Mitarbeiter der Universit\u00e4t waren das ganze Jahr \u00fcber sehr besch\u00e4ftigt mit der Entwicklung dieser neuen Epilepsie- und Dyskinesie-Umfrage in Zusammenarbeit mit Andrea Fischer. Die Umfrage wird demn\u00e4chst ver\u00f6ffentlicht werden.\u00a0 Auch bei den Genanalysen m\u00f6chte die Universit\u00e4t weiter vorankommen. Um die Zusammenarbeit zu koordinieren fand ein Zoom-Meeting statt.<\/p>\n<p>Es wurden bereits fast 200 Hunde genotypisiert. Das sind sehr gute Daten, aber der Gesundheitszustand sollte im ersten Schritt wie folgt aktualisiert werden:<\/p>\n<p>1. Kontrollen sollten kontaktiert und best\u00e4tigt werden, ob sie immer noch epilepsiefrei sind<\/p>\n<p>Leider konnte ich aus verschiedenen Gr\u00fcnden nicht mehr alle deutschen Besitzer der Kontrollen erreichen (Wechsel der E-Mailadresse, der Telefonummer etc.). Es w\u00e4re sehr hilfreich, wenn diese mich aus eigenem Antrieb kontaktieren k\u00f6nnten um das Projekt auch weiterhin zu unterst\u00fctzen.<\/p>\n<p>Im 2. Schritt sollen die Besitzer der betroffenen Hunde gebeten werden, die neue Epilepsie- und Dyskinesie-Umfrage auszuf\u00fcllen, sobald diese ver\u00f6ffentlicht und ins Deutsche \u00fcbersetzt wurde. Dazu werde ich dann wieder Kontakt aufnehmen.<\/p>\n<p>Herzlichen Dank an alle, die das Projket unterst\u00fctzt haben und weiterhin unterst\u00fctzen.<br \/>\nHelena Niehof-Oellers<\/p>\n<p><span style=\"color: #000080;\"><strong>Epilepsieprojekt Update 11.10.2016<\/strong><\/span><\/p>\n<p>Es gibt Neuigkeiten aus Finnland zum Epilepsieprojekt.<\/p>\n<p>Hannes Lohi hat mir freundlicherweise eine kurze Zusammenfassung \u00fcber den bisherigen Stand des Forschungsprojektes gegeben.<\/p>\n<p><strong>Er schreibt u. a.:<\/strong><\/p>\n<p>In unserer Genbank haben wir zurzeit 1000 Blutproben von Labrador Retrievern; davon stammen ca. 200 von Hunden mit Epilepsie oder Epilepsieverdacht.\u00a0Wir sammeln nach wie vor solche Proben.<\/p>\n<p>Wir haben 171 Labrador Retriever untersucht, davon 123 mit Epilepsie oder Epilepsieverdacht und 48 nicht betroffene.\u00a0Das Genom dieser 171 Hunde wurde analysiert (Genotypisierung mit 172 000 SNPs oder DNA Marker).\u00a0Die Daten der epileptischen und der freien Hunde wurden miteinander verglichen um die genetische Ursache f\u00fcr die Erkrankung zu finden.<\/p>\n<p>Noch gibt es keinen Durchbruch im Arbeitsprojekt aber die Analysen der Daten gehen weiter mit verschiedenen statistischen Ans\u00e4tzen.<\/p>\n<p>Zus\u00e4tzlich \u00fcberpr\u00fcfen wir ein weiteres Mal den Ph\u00e4notyp der Hunde um sie besser einstufen zu k\u00f6nnen.\u00a0Da der klinische Ph\u00e4notyp etwas variabel ist, m\u00fcssen wir dabei f\u00fcr die Analysen besonders sorgf\u00e4ltig sein.\u00a0Um dar\u00fcber mehr zu erfahren, beraten wir uns mit veterin\u00e4rmedizinischen Neurologen.<\/p>\n<p>Wir planen einen neuen Versuch, um das vollst\u00e4ndige Genom einer Subkohorte von epileptischen Hunden zu lesen. Diese 30 Hunde sind miteinander verwandt und zeigen klinisch \u00e4hnliche epileptische Symptome.<\/p>\n<p>Diese Analyse kann das Genom besser erschlie\u00dfen und k\u00f6nnte die Regionen und Kandidatengene aufdecken, die alle epileptischen Hunde miteinander teilen und zeigen, welche Beziehung diese Gene zur Krankheit haben.<\/p>\n<p>Wir hoffen, noch in diesem Monat mit dem Versuch beginnen zu k\u00f6nnen und die Daten f\u00fcr die Analysen innerhalb der n\u00e4chsten zwei Monate zu erhalten.<\/p>\n<p>Wir sind den Besitzern und Z\u00fcchtern von Labrador Retrievern, die an der Studie teilgenommen haben, sehr dankbar.\u00a0Wir sammeln weiter Proben f\u00fcr das Projekt. Jede neue Probe, die Teilnahme am Projekt und das Bekanntmachen von neuen F\u00e4llen werden begr\u00fc\u00dft.<\/p>\n<p>Wir m\u00f6chten das Geheimnis dieser Krankheit f\u00fcr die Rasse Labrador Retriever und andere Rassen l\u00f6sen.<\/p>\n<p><span style=\"color: #000080;\"><strong>Epilepsieprojekt \u00a0Update September 2016<\/strong><\/span><\/p>\n<p>Es gibt gute Neuigkeiten aus Finnland zum Projekt.\u00a0Die Arbeiten werden in K\u00fcrze wieder aufgenommen.<\/p>\n<p>Riika Sarviako hat ein paar Zeilen \u00fcber den Stand des Forschungsprojektes geschrieben, die ich \u00fcbersetzen darf und bald hier ver\u00f6ffentlichen werde.<\/p>\n<p>Nach wie vor werden dringend Blutproben in erster Linie von an Epilepsie erkrankten Labrador Retrievern ben\u00f6tigt. Aber auch Proben der Elterntiere und der gesunden Geschwister von diesen Tieren sind f\u00fcr die Kontrollen notwendig.<\/p>\n<p>Um zu zuverl\u00e4ssigen Ergebnissen kommen zu k\u00f6nnen, ist unbedingt notwendig, dass die Kontrolltiere gesund geblieben sind. Sollte das nicht der Fall sein und\u00a0sich der Gesundheitszustand der zum Zeitpunkt der Probenentnahme und \u00a0Einsendung gesunden Tiere ge\u00e4ndert haben sollte, muss der zum Tier geh\u00f6rige Fragebogen ge\u00e4ndert und erg\u00e4nzt werden.<\/p>\n<p>Gerne k\u00f6nnen die Frageb\u00f6gen zwecks Koordinierung zus\u00e4tzlich auch an meine Mailadresse geschickt werden.<\/p>\n<p>Ich bitte weiter um Unterst\u00fctzung dieses f\u00fcr unsere Rasse so wichtigen Projektes und danke allen, die daran mitgewirkt haben und noch werden.<\/p>\n<p>Leni Niehof<\/p>\n<p><strong><em><span style=\"color: #000080;\">Zuchtprogramm gegen Epilepsie beim Retriever <span style=\"color: #333333;\">(Niehof April 2016)<\/span><\/span><\/em><\/strong><\/p>\n<p>Die Z\u00fcchterversammlung Labrador Retriever hat meinen (umformulierten) Antrag, ein Zuchtprogramm gegen Epilepsie beim Retriever aufzustellen, einstimmig bef\u00fcrwortet.\u00a0Bereits im Vorfeld hatte ich Kontakt zu Zuchtleitern von Vereinen aufgenommen, die f\u00fcr ihre Rassen bereits eine Zuchtwertsch\u00e4tzung praktizieren.<\/p>\n<p>Ich versuche nach bestem Wissen darzustellen, welche Informationen ich erhielt.<\/p>\n<p>Telefonnotizen vom 10.\/11.02.2016<\/p>\n<p><strong>Frau Fechler<\/strong>, <strong>gro\u00dfe Schweizer Sennenhunde<\/strong>:10 Jahre Zuchtwertsch\u00e4tzung beim TG-Verlag, eine Paarung ist bis zu einem Risiko von 3 % erlaubt. Professor Tipold wertet alle vorliegenden Befunde aus und entscheidet \u00fcber die Einstufung in idiopathische Epilepsie. Die gesunden Hunde werden \u00fcber eine j\u00e4hrliche Mitgliederbefragung ermittelt. Etwas weniger als 5 % der Schweizer Sennenhunde haben Epilepsie, die anderen Sennehunderassen haben keine gro\u00dfen Probleme. Das Programm hat sich insofern bew\u00e4hrt als seitdem keine Steigerung der Befallsrate mehr zu verzeichnen ist.<\/p>\n<p><strong>Frau Honapp, DKSB<\/strong> (es gibt zwei Clubs f\u00fcr belgische Sch\u00e4ferhunde, der andere f\u00fchrt keine Zuchtwertsch\u00e4tzung f\u00fcr Epilepsie durch):\u00a0seit 15 Jahren Zuchtwertsch\u00e4tzung (Genotypwahrscheinlichkeit) beim TG-Verlag. Auch bei den Belgiern wird ein polygenetischer Erbgang mit einem Hauptgen vermutet. Auch die Belgier haben das Problem, dass f\u00fcr die Ermittlung des P-Wertes zu wenige Daten vorhanden sind. Der Besitzer selber muss die F\u00e4lle melden. Zuchtwertsch\u00e4tzung f\u00fcr HD wird schon l\u00e4nger mit sehr viel Erfolg durchgef\u00fchrt. Aber auch f\u00fcr Epilepsie ist die Strategie erfolgreich. Es gibt prozentual weniger Epileptiker, obwohl jetzt deutlich mehr gemeldet werden. Durch das Zuchtprogramm k\u00f6nnen einige Paarungen nicht stattfinden. Mit einem Jahr und mit 6 Jahren wird ein Fragebogen verschickt um die freien Hunde zu ermittelten. Hunde, deren Besitzer nicht antworten, erhalten einen schlechteren Wert als die, deren Besitzer sie als gesund melden. Auch auf dem Deckschein muss unterschrieben werden, dass die Hunde gesund sind. Der Z\u00fcchter kann den P-Wert f\u00fcr die angedachte Planung vom Zuchtleiter berechnen lassen oder selber berechnen. Erlaubt ist ein Risiko von 11 % aber 5 % wird in der Praxis nicht \u00fcberschritten. Viele Z\u00fcchter versuchen maximal 2 % f\u00fcr die Paarungen.<\/p>\n<p><strong>Herr Schmitz<\/strong>, 2. Zuchtleiter der <strong>BGS<\/strong>:\u00a0Zuchtwertsch\u00e4tzung beim TG-Verlag, das Modell passt nicht immer, aber es gibt auf jeden Fall weniger F\u00e4lle, im letzten Jahr wurden gar keine F\u00e4lle gemeldet. Der VDH meine aber, dass der Verein wieder gro\u00dfz\u00fcgiger mit den Paarungen werden m\u00fcsse, weil die BGS eine so kleine Population mit kleinem Genpool bilden.<\/p>\n<p>Auszug aus der E-Mail von Herrn <strong>Westphal <\/strong>(Epi-Experte bei den kleinen M\u00fcnsterl\u00e4nder) vom 12.02.2016:<\/p>\n<p>&#8222;\u2026\u2026 ich erwarte auch keine Ergebnisse in den n\u00e4chsten Jahren, die zu einem einfachen Bluttest f\u00fchren w\u00fcrden.<br \/>\nStattdessen setze ich auf ein statistisches Modell, das von einem gonosomalen polygenen Erbgang ausgeht. Da wir doppelt so viele R\u00fcden wie H\u00fcndinnen mit Epilepsiesymptomen haben, gehe ich von einem Gen auf dem X-Chromosom und zwei weiteren Genen aus, so dass insgesamt drei Gene beim KlM urs\u00e4chlich sind. Dieses Modell soll in naher Zukunft statistisch gepr\u00fcft werden und f\u00fcr den Fall, dass es eine genauere Sch\u00e4tzung des Risikos ergibt, unser gegenw\u00e4rtiges Modell f\u00fcr die Zuchtwertsch\u00e4tzung abl\u00f6sen. Die aktuelle Zuchtwertsch\u00e4tzung basiert auf einem einfachen Erbgang mit geringer Heritabilit\u00e4t. Auch, wenn man davon ausgehen kann, dass mit diesem Modell das Risiko nicht korrekt bestimmt wird, gibt es doch die richtige Tendenz an und hat die Z\u00fcchter sensibilisiert. Sie planen deshalb umsichtiger. Der damit verbunden Erfolg ist aber aufgrund der niedrigen Befallsrate kaum nachweisbar, daf\u00fcr ist der Untersuchungszeitraum zu kurz. Zusammenfassend m\u00f6chte ich Ihre Frage nach einem Erfolg unseres Programms trotz aller unbefriedigenden Genauigkeit abschlie\u00dfend bejahen.&#8220;<\/p>\n<p>Der Problematik einer Zuchtwertsch\u00e4tzung Epilepsie f\u00fcr unsere Rassen bin ich mir durchaus bewusst. Diese wird zwangsl\u00e4ufig wegen der zu geringen Daten zun\u00e4chst noch unsicher sein. Aber dem DRC mit seiner hohen Mitgliederzahl wird es gelingen k\u00f6nnen, ein Zuchtprogramm zu erstellen, wenn es die o. a. kleineren Clubs geschafft haben. Eine wissenschaftliche Begleitung ist daf\u00fcr unverzichtbar. Ich habe bereits mit etlichen Wissenschaftlern (Neurologen, Genetikern, etc.) Kontakt aufgenommen. Dem Vorstand des DRC danke ich daf\u00fcr, dass er meinen Antrag auf \u00dcbernahme der Kosten f\u00fcr Blutprobenentnahme und Versand f\u00fcr das Projekt so schnell und unb\u00fcrokratisch zugestimmt hat und 5000 Euro f\u00fcr die Forschung zur Verf\u00fcgung gestellt hat.<\/p>\n<p>Daher bin ich optimistisch, dass auch meine weiteren Antr\u00e4ge und Anregungen vom M\u00e4rz 2016 vom Vorstand gebilligt werden. Eine rasche Umsetzung ist meines Erachtens f\u00fcr die Erstellung eines Zuchtprogrammes vorab notwendig.<\/p>\n<p>Meine Antr\u00e4ge vom M\u00e4rz 2016:<\/p>\n<ol>\n<li>Das Formular <a href=\"http:\/\/drc.de\/sites\/dev.drc.de\/files\/document\/epi-auftrag.2015.pdf\">http:\/\/drc.de\/sites\/dev.drc.de\/files\/document\/epi-auftrag.2015.pdf<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<p>wird erg\u00e4nzt um die Adressen der Universit\u00e4t Helsinki und\/oder Bern mit der Verpflichtung an diese ebenfalls eine Blutprobe des an Epilepsie erkrankten Hundes, dessen Besitzer den Fond in Anspruch nimmt, zu schicken. Alternativ k\u00f6nnte die Firma Generatio ein Aliquot der Blutprobe an die Forschungsstellen schicken.<\/p>\n<p><strong><span style=\"color: #000000;\">Begr\u00fcndung:<\/span><\/strong> Gerade die Proben von an Epilepsie erkrankten Hunden sind f\u00fcr die Forschung von besonderer Bedeutung. Beide Universit\u00e4ten sind f\u00fcr zwei der Retrieverrassen bisher besonders t\u00e4tig geworden. Die Blutproben von an Epilepsie erkrankten Hunden m\u00fcssen zwingend f\u00fcr die Forschung zur Verf\u00fcgung stehen, das Einsenden darf keinen Selbstzweck haben und gerade diese Proben d\u00fcrfen nicht nach Ablauf von 10 Jahren u. U. vernichtet werden.<\/p>\n<ol start=\"2\">\n<li>Das Formular <a href=\"http:\/\/drc.de\/sites\/dev.drc.de\/files\/document\/gentest-auftrag-generatio-2015.pdf\">http:\/\/drc.de\/sites\/dev.drc.de\/files\/document\/gentest-auftrag-generatio-2015.pdf<\/a> wird erg\u00e4nzt um folgenden (oder dem Sinn nach \u00e4hnlichen) Wortlaut (\u00c4nderungen in rot):<\/li>\n<\/ol>\n<p>Der Eigent\u00fcmer des Hundes erkl\u00e4rt sich mit seiner Unterschrift einverstanden, dass die Ergebnisse des Gentest-Befundes zur Ver\u00f6ffentlichung und statistischen Auswertung an den DRC e.V. weitergeleitet werden k\u00f6nnen. Weiterhin erkl\u00e4rt der Eigent\u00fcmer des Hundes sich damit einverstanden, dass die Blutprobe routinem\u00e4\u00dfig f\u00fcr den Abstammungsnachweis von im DRC gez\u00fcchteten Hunden und f\u00fcr Forschungszwecke benutzt werden darf.<\/p>\n<p><strong>Begr\u00fcndung:<\/strong> Dieses Formular kann in der zurzeit vorliegenden Form nur f\u00fcr die Anforderung des DNA-Profils Identit\u00e4t und von DNA-Tests benutzt werden, obwohl diese sehr oft auch direkt bei den Labors, die den Test auf den Markt gebracht haben angefordert werden. Der Sinn einer Blutbank besteht aber u. a. in einer routinem\u00e4\u00dfigen Sicherung der Abstammung und auch bei Bedarf zu einer raschen Entwicklung von Gentests bei bereits bestehenden oder neu auftauchenden genetisch bedingten Krankheiten und ist ein bew\u00e4hrtes Verfahren.<\/p>\n<ol start=\"3\">\n<li>Nach \u00c4nderung der Antragsformulare wird der Firma Generatio der Auftrag erteilt, das Blut der im DRC gez\u00fcchteten Hunde entweder an eine Universit\u00e4t zu Forschungszwecken oder aber an ein Gefrierlagerlagerhaus zur weiteren preiswerteren Lagerung zu \u00fcberstellen.<\/li>\n<\/ol>\n<p><strong>Begr\u00fcndung:<\/strong> Nur bei weiterer Lagerung kann das Blut f\u00fcr k\u00fcnftige Forschungszwecke zur Verf\u00fcgung stehen und unseren Rassen bei der Entwicklung von DNA-Tests helfen.<\/p>\n<ol start=\"4\">\n<li>Der Deckschein des DRCs wird beim n\u00e4chsten notwendig werdenden Neudruck um einen sinngem\u00e4\u00df in etwa wie u. a. angegeben lautenden \u00a0Passus erg\u00e4nzt:\u00a0Der Z\u00fcchter und der Deckr\u00fcdenbesitzer best\u00e4tigen durch ihre Unterschrift, dass die o. a. Zuchthunde bis zum Deckdatum keinen epileptiformen Anfall erlitten haben.<\/li>\n<\/ol>\n<p><strong>Begr\u00fcndung:<\/strong> Durch diese Praxis wird dieses Problem unsere Rassen immer wieder in Erinnerung gebracht. Zudem besteht die Hoffnung, dass zumindest zum Zeitpunkt des Deckaktes keine von epileptiformen Anf\u00e4llen betroffenen Hunde in die Zucht gelangen.<\/p>\n<p>\u00dcber folgende Punkte bitte ich den Vorstand zu beraten und zu gegebener Zeit zu beschlie\u00dfen:<\/p>\n<ol>\n<li>\u00a76 der Zwingerordnung wird um einen Punkt mit folgendem Wortlaut erweitert:\u00a0<strong>Die Abgabe der Welpen ist nur erlaubt, wenn vorher entweder durch den Tierarzt (oder den Zuchtwart) eine Blutprobe von jedem Welpen auf einer GoCard sichergestellt wurde, die an die Firma Generatio geschickt werden muss.<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p><strong>Begr\u00fcndung:<\/strong> Nur wenn von allen im DRC gez\u00fcchteten Welpen eine Blutprobe zur Verf\u00fcgung gestellt werden muss, l\u00e4sst sich die Abstammung von im DRC gez\u00fcchteten Welpen sicherstellen. Die Besitzer der Welpen m\u00fcssen bei Beantragung der Zuchtzulassung kein Blut mehr einschicken, sondern k\u00f6nnen das DNA-Profil f\u00fcr zurzeit nur 15 Euro direkt \u00fcber Generatio erhalten. Zuk\u00fcnftige Forschungsprojekte k\u00f6nnen ohne gro\u00dfen Aufwand betrieben werden, weil die Blutproben daf\u00fcr bereits vorhanden sind und nicht m\u00fchselig gesammelt werden m\u00fcssen.<\/p>\n<p>2.\u00a0Der DRC f\u00fchrt ein Gesundheitsmonitoring ein. Zu diesem Zweck wird (u. U. mit wissenschaftlicher Hilfe) ein Fragebogen entwickelt, der online abgerufen, ausgef\u00fcllt und eingeschickt werden kann.\u00a0Um einen guten R\u00fccklauf dieser Frageb\u00f6gen zu gew\u00e4hrleisten, werden zus\u00e4tzlich alle Mitglieder j\u00e4hrlich (per E-Mail, Post oder Beilage zur Zeitung) pers\u00f6nlich angesprochen und um Beantwortung gebeten.<\/p>\n<p><strong>Begr\u00fcndung:<\/strong> Durch ein regelm\u00e4\u00dfiges Gesundheitsmonitoring kann der DRC eine ausreichend gro\u00dfe Datensammlung zu gesunden und kranken Hunden, aber auch zu Todesursachen und erreichtes Alter erhalten. Nach Auswertung der Daten k\u00f6nnten bei Bedarf Ma\u00dfnahmen ergriffen werden z. B. durch Aufstellung eines Zuchtprogramms zur Bek\u00e4mpfung von Krankheiten (siehe auch Phasenprogramm des VDH).<\/p>\n<p><strong><span style=\"color: #000080;\">Kurzer Zwischenbericht zum Epilepsieprojekt Labrador Retriever<\/span> (Riika Saviaho,\u00a0<\/strong>Universit\u00e4t Helsinki vom <strong>28.04.2016<\/strong>)<\/p>\n<p>Leider kann die Arbeit an diesem Projekt erst im Sommer wieder intensiviert werden.<\/p>\n<p>Zurzeit werden in einer Umfrageaktion die Frageb\u00f6gen aktualisiert. Es ist sehr wichtig, dass alle Besitzer von Labrador Retrievern an diesem Update teilnehmen, damit Sicherheit besteht, dass die Kontrollen auch weiterhin gesund geblieben sind.<\/p>\n<p>Es besteht immer noch Hoffnung, dass die zuk\u00fcnftigen genetischen Untersuchungen und auch die Pedigreeanalysen etwas aufdecken werden. Die bisherigen Untersuchungen lassen aber vermuten, dass Epilepsie beim Labrador Retriever nicht durch ein einfaches rezessives Gen verursacht wird.<\/p>\n<p>Umso wichtiger ist es, weiter Blutproben besonders von den Hunden mit Epilepsie zu sammeln und f\u00fcr die Forschung zur Verf\u00fcgung zu stellen.<\/p>\n<p>Mehr Proben von erkrankten Hunden, bei denen die Symptome der Krankheit \u00e4hnlich sind, k\u00f6nnten helfen, den genetischen Hintergrund der Krankheit zu erforschen, da es m\u00f6glicherweise mehrere Formen von Epilepsie beim Labrador Retriever gibt mit etwas unterschiedlichen Symptomen. Daher ist eine genaue Beantwortung des Fragebogens so wichtig.<\/p>\n<p>Die Anzahl der Proben von erkrankten Hunden ist immer noch relativ niedrig; wenn Hunde also nach dem Einsenden ihrer Proben noch erkranken sollten und diese aus Unkenntnis als Kontrollen verwendet werden, k\u00f6nnen eventuelle Anzeichen nicht richtig erkannt werden.<\/p>\n<p>Wenn mit den bisher vorhandenen Proben nichts gefunden werden sollte, werden mehr Proben ben\u00f6tigt. Aber auch im positiven Fall werden weitere Proben ben\u00f6tigt.<\/p>\n<p>Riika Saviaho schreibt: \u201eIf we do not find anything with the dogs we have now, we definitely need more samples &#8211; but also if we do find something we will need to check a large population of labradors for the mutation. Thus we need to keep collecting.\u201c<\/p>\n<p>Daher richte ich noch einmal die Bitte an alle, die einen an Epilepsie erkrankten Hund haben, das Blut ihrer Hunde f\u00fcr dieses Projekt einzuschicken und m\u00f6chte auch um die Proben der Eltern und der gesunden Wurfgeschwister bitten.<\/p>\n<p>Wer Fragen zum Projekt hat, kann mich gerne kontaktieren.<\/p>\n<p><strong><span style=\"color: #000080;\">Neue Informationen zum Epilepsieprojekt<\/span> (Niehof Februar 2016)<\/strong><\/p>\n<p>Erst jetzt gibt es Neuigkeiten zum Epilepsie-Projekt. Im Oktober 2015 kamen die Ergebnisse der Genotypisierung der ersten 170 Hunde. Die vorl\u00e4ufige Auswertung war langwierig, aber nun liegen endlich die ersten Analysen vor. Leider ist es so, dass sich die Epilepsie offenbar nicht nur bei den Golden sondern auch bei den Labrador Retrievern komplex darstellt und keine einfache monogenetische Erkrankung ist. Deshalb ist es viel schwieriger, urs\u00e4chliche genetische Variationen zu finden. Die Forschungsarbeiten sind aber noch nicht abgeschlossen und es besteht immer noch die Hoffnung, dass weitere Analysen und andere Ans\u00e4tze f\u00fcr die vorliegenden Daten der Familien Aufschl\u00fcsse liefern k\u00f6nnten.<\/p>\n<p>In der Zwischenzeit sind nach wie vor alle Proben von betroffenen Labrador und Golden Retrievern, ihrer Eltern und auch der gesunden Wurfgeschwister sowohl in Bern als auch in Helsinki sehr willkommen. Diese Proben sind wichtig, da sie als Kontrollen dienen k\u00f6nnen f\u00fcr den Fall, dass eine Mutation gefunden werden sollte.\u00a0Noch wichtiger sind aber die Blutproben von Betroffenen und ihrer Verwandten, wenn es sich um einen polygenetischen Erbgang handeln sollte. \u00a0In diesem Fall werden mehrere Hundert Proben von Betroffenen ben\u00f6tigt um Erfolg haben zu k\u00f6nnen. Also bitte schickt unbedingt weiter Blutproben von Hunden mit epileptiformen Anf\u00e4llen und ihrer Eltern und Geschwister f\u00fcr die Forschung ein, jetzt erst recht, wir d\u00fcrfen nicht aufgeben.<\/p>\n<p>Da ein DNA-Test f\u00fcr Epilepsie aber sehr wahrscheinlich noch lange nicht zur Verf\u00fcgung stehen wird, halte ich es f\u00fcr unumg\u00e4nglich, dass die Rassehundeclubs in Zusammenarbeit mit Genetikern und anderen Wissenschaftlern einen Zuchtplan zur Bek\u00e4mpfung der Epilepsie aufstellen. Einige Rassehundevereine arbeiten bereits mit der Zuchtwertsch\u00e4tzung oder der Genotypwahrscheinlichkeit f\u00fcr Epilepsie. Leider liegen f\u00fcr den Labrador Retriever bisher nur wenige offizielle \u00a0aber sehr viele inoffizielle Daten vor. Wir ben\u00f6tigen f\u00fcr eine effektive Zuchtstrategie offizielle Meldungen der Tiere mit der Diagnose Verdacht auf idiopathische Epilepsie eines gelisteten Neurologen:<a href=\"http:\/\/cms.tier-neurologen.com\/tierneurologen-mainmenu-40.html\">http:\/\/cms.tier-neurologen.com\/tierneurologen-mainmenu-40.html<\/a><\/p>\n<p>Bei diesen Neurologen ist die Untersuchung standardisiert und l\u00e4uft in verschiedenen Stufen ab. Laut \u201eInternational veterinary epilepsy task force\u201c sind\u00a0Kriterien f\u00fcr die Diagnose das Auftreten von zwei oder mehr Anf\u00e4llen in einem Alter von 6 Monaten bis 6 Jahren und keine Auff\u00e4lligkeiten im Labor und in der neurologischen Untersuchung (Stufe I). Im Interesse der Zucht k\u00f6nnen auch Hunde ohne MRT und Liquoruntersuchung (Stufe II der Ausschlussdiagnose) und EEG (Stufe III) in die Datenbank aufgenommen werden, da die Fehlerquote ohne diese Untersuchungen eher gering ist.<\/p>\n<p>Es ist besonders wichtig, dass Hunde mit epileptiformen Anf\u00e4llen nicht nur mit dieser Diagnose in k9data ver\u00f6fffentlicht werden, sondern den Zuchtkommissionen gemeldet werden, da nur solche Daten offiziell erfasst und auch ausgewertet werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>F\u00fcr eine Zuchtwertsch\u00e4tzung brauchen wir neben den betroffenen aber auch weitere untersuchte Tiere.<\/p>\n<p>Dazu schreibt mir Frau Sommerfeld-Stur am 9. 1. 2016 u. a. Folgendes:<\/p>\n<p>\u201eWas n\u00f6tig w\u00e4re:<\/p>\n<p>\u2013 eine ausreichend gro\u00dfe und repr\u00e4sentative Stichprobe aus den Verwandten der betreffenden Zuchttiere<\/p>\n<p>\u2013\u00a0 eine wiederholbare und valide Diagnostik der jeweiligen Erkrankung mit ausreichend hoher Sensitivit\u00e4t (Anteil richtig positiver Diagnosen an allen positiven Hunden)\u00a0 und Spezifit\u00e4t (Anteil richtig negativer Diagnosen an allen negativen Tieren).<\/p>\n<p>Was hei\u00dft das:<\/p>\n<p>Es m\u00fcssen von m\u00f6glichst vielen Verwandten eines Zuchttieres Informationen zur Verf\u00fcgung stehen. Diese d\u00fcrfen nicht vorselektiert sein. Leider ist es oft so dass gerade Informationen von \u201everd\u00e4chtigen\u201c Hunden zur\u00fcckgehalten werden.\u201c<\/p>\n<p>Epilepsie ist eine bei vielen Rassen sehr weit verbreitete Krankheit und kommt auch bei Mischlingen vor. Niemand muss sich deswegen sch\u00e4men oder schuldig f\u00fchlen, solange wir alles in unserer Kraft stehende tun, das Auftreten dieser Krankheit in unseren W\u00fcrfen nach M\u00f6glichkeit zu verhindern. Jeder seri\u00f6se Z\u00fcchter m\u00f6chte verhindern, kranke Hunde zu z\u00fcchten aber sie brauchen daf\u00fcr Hilfe. Nur ein offener Umgang mit allen Problemen, die unsere Rasse betreffen, kann helfen, wirksame Zuchtstrategien zu entwickeln. Die M\u00f6glichkeit zur Erfassung der Daten als Phase 1 der Bek\u00e4mpfung liegt dabei in den H\u00e4nden der Besitzer der betroffenen Hunde. Um es noch einmal ganz deutlich zu sagen: Nur dem Rassehundeclub gemeldete F\u00e4lle k\u00f6nnen offiziell erfasst und in Phase 2 mit wissenschaftlicher Begleitung ausgewertet werden um bei Bedarf ein Zuchtprogramm zu erstellen. Es sollten auf gar keinen Fall Z\u00fcchter an den Pranger gestellt werden und unn\u00f6tig gesunde Hunde oder auch Tr\u00e4ger dieser Krankheit von der Zucht ausgeschlossen werden. Der Genpool unserer Rasse w\u00fcrde weiter verarmen und k\u00f6nnte zuk\u00fcnftige andere Probleme bedeuten. \u00a0Nach meinem Daf\u00fcrhalten ist der Bedarf f\u00fcr ein Zuchtprogramm unter wissenschaftlicher Begleitung \u00a0f\u00fcr unsere Rasse gegeben. Auch wenn die Ursache von epileptiformen Anf\u00e4llen nicht in jedem Fall genetisch bedingt ist so haben doch verschiedene Studien eine Befallsrate zwischen 3 und 4 Prozent ergeben.<\/p>\n<p>Daher m\u00f6chte ich noch einmal einen Appell an alle Besitzer von betroffenen Hunden richten, die Scheu vor dem Offenlegen dieser Krankheit zu verlieren und in jedem Fall immer Kontakt mit dem Z\u00fcchter und Deckr\u00fcdenbesitzer aufzunehmen um von ihnen Unterst\u00fctzung zu erhalten. Nach einer Diagnose V. a. idiopathische Epilepsie sollten die F\u00e4lle dann unbedingt den Zuchtverantwortlichen der Rasse mitgeteilt werden.<\/p>\n<p>Leider ist Epilepsie nicht das einzige Problem unserer Retrieverrassen. Wir wissen nicht, was die Zukunft f\u00fcr unsere Rassen noch alles bringen wird.\u00a0Daher ist es ganz unabh\u00e4ngig von diesem noch nicht abgeschlossenen Epilepsieprojekt auch sehr sinnvoll, wenn die Z\u00fcchter, solange sich die Welpen noch in ihrem Besitz befinden, die Blutproben von allen Welpen eines Wurfes f\u00fcr zuk\u00fcnftige Forschungszwecke egal welcher Art \u00a0an die Universit\u00e4t \u00a0Bern zu schicken.<\/p>\n<p>http:\/\/www.genetics.unibe.ch\/unibe\/portal\/fak_vetmedizin\/c_dept_dcr-vph\/h_inst_genetics\/content\/e20922\/e20923\/e78477\/e90558\/AllgemeinProbeneinsendeformular_Hund_d_2011Apr08_ger.pdf<\/p>\n<p>Am sichersten ist es, auch die Chipnummer des Hundes auf dem Probeneinsendeformular einzutragen und die Identit\u00e4t des Hundes von einem Tierarzt best\u00e4tigen zu lassen.<\/p>\n<p>Am Institut f\u00fcr Genetik der Universit\u00e4t Bern werden die Proben kostenlos archiviert und stehen bei Bedarf zur Verf\u00fcgung, so dass auch sp\u00e4ter auftretende Krankheiten leichter erforscht werden k\u00f6nnen. An der Universit\u00e4t Bern wird zum Beispiel auch die atopische Dermatitis beim Labrador und Golden Retriever, die follikul\u00e4re Dysplasie beim Curly Coated Retriever und Chondrodysplasie beim Nova Scotia Duck Tolling Retriever erforscht.<\/p>\n<p>http:\/\/www.genetics.unibe.ch\/forschung\/dokumente_hund\/atopische_dermatitis_beim_labrador_und_golden_retriever\/index_ger.html<\/p>\n<p>http:\/\/www.genetics.unibe.ch\/forschung\/dokumente_hund\/follikulaere_dysplasie_fd_beim_curly_coated_retriever\/index_ger.html<\/p>\n<p>http:\/\/www.genetics.unibe.ch\/forschung\/dokumente_hund\/chondrodysplasie_cho_beim_nova_scotia_duck_tolling_retriever\/index_ger.html<\/p>\n<p>Sollte ein Z\u00fcchter sp\u00e4ter von einer Krankheit eines von ihm gez\u00fcchteten Hundes erfahren, muss er dieses dann der Universit\u00e4t melden und gegebenenfalls Laboruntersuchungen mit einschicken oder Operationsberichte z. B. von Hunden mit ektopischem Ureter oder \u00a0Gutachten einer Herzsonographie bei Herzerkrankungen.<\/p>\n<p>Noch einmal ein ganz herzliches Danke an die Wissenschaftler f\u00fcr die bisher geleistete Arbeit und an alle Z\u00fcchter und Besitzer von Retrievern, die sich nach wie vor unerm\u00fcdlich f\u00fcr unsere Rasse einsetzen und weiter Proben f\u00fcr die Forschung einschicken.<\/p>\n<p><em><strong><span style=\"color: #000080;\">Gemeinsames Epilepsieprojekt der Universit\u00e4ten Helsinki (Hannes Lohi) und Bern (Tosso Leeb) f\u00fcr die Rassen \u00a0Labrador und Golden Retriever <\/span>\u00a0<span style=\"color: #000080;\">(12. 12. 15)<\/span><\/strong><\/em><\/p>\n<p>Leider kann ich noch keine nennenswerten Neuigkeiten berichten.<\/p>\n<p>Zurzeit erfolgt die Auswertung der Genotypisierungen von 200 Retrievern (betroffene Hunde und Kontrollen).<\/p>\n<p>Die Tatsache, dass mir immer noch von neuen oder auch alten bisher noch nicht bekannt gewordenen F\u00e4llen beim Labrador Retriever berichtet wird, l\u00e4sst erkennen, dass Handlungsbedarf herrscht, wirksam gegen diese Krankheit vorzugehen.<\/p>\n<p>Noch einmal m\u00f6chte ich alle bitten, nun nicht nachzulassen in ihren Bem\u00fchungen, etwas gegen diese bei Hunden und leider auch bei unserer Rasse so verbreitete Krankheit zu tun.<\/p>\n<p>Ziel des o. a. Projektes ist, einen Gentest f\u00fcr Epilepsie zu entwickeln. Darauf m\u00fcssen wir weiter hoffen, da ein DNA-Test eine sichere Methode zur Bek\u00e4mpfung von genetisch bedingten Krankheiten ist. Wir m\u00fcssen aber davon ausgehen, dass es verschiedene Formen der Epilepsie beim Labrador Retriever geben k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Daher werden nach wie vor die Blutproben von betroffenen Familien ben\u00f6tigt. In erster Linie werden die Proben der betroffenen Hunde selbst ben\u00f6tigt, aber auch die Proben der gesunden Wurfgeschwister und der Eltern des Wurfes sind wichtig.<\/p>\n<p>Die Bereitschaft der Besitzer der meisten der betroffenen Hunde, Blut f\u00fcr die Forschung bereit zu stellen ist nach wie vor ungebrochen.<\/p>\n<p>Bei allen Besitzern und Z\u00fcchtern , die dieses Projekt unterst\u00fctzen, sei es durch die Bereitstellung von Proben, Leistung von \u00dcberzeugungsarbeit bei den noch Unentschlossenen oder auch durch Spenden \u00a0f\u00fcr das Projekt und bei den Wissenschaftlern m\u00f6chte ich mich ganz herzlich bedanken. Auch dem DRC und dem GRC danke ich f\u00fcr die Spenden.<\/p>\n<p><i><\/i><em><span style=\"color: #000080;\"><b>Informationen zum neuen Epilepsieprojekt (1. 7. 2015)<\/b><\/span><\/em><\/p>\n<p>Oft werde ich gefragt, wie es dazu kam, dass ich die Initiative zu diesem neuen Projekt ergriffen habe. Daher m\u00f6chte ich allen Interessierten einige Informationen geben.<\/p>\n<p>Es kamen einige Dinge zusammen, durch die ich mich fast gezwungen sah, mich noch einmal f\u00fcr unsere Rasse zu engagieren und zu versuchen, die Epilepsieforschung zu intensivieren.<\/p>\n<p>1. meine F\u00e4lle im ersten J und K-Wurf hatte ich schon 1982 als damaliger Rassezuchtwart in der sogenannten gr\u00fcnen Clubbrosch\u00fcre, zus\u00e4tzlich zu den Merkmalen, die w\u00e4hrend der Wurfabnahme festgestellt wurden, als Erste ver\u00f6ffentlicht. Eine neutrale Information hielt ich schon damals f\u00fcr notwendig. Der Fall in meinem X-Wurf wurde dann schon in der DRC- Zeitung ver\u00f6ffentlicht. Alle drei F\u00e4lle wurden ohne die f\u00fcr Ver\u00f6ffentlichungen heute notwendige Ausschlussdiagnose ver\u00f6ffentlicht. Ich ging und gehe immer noch von einer genuinen Form der Epilepsie in diesen F\u00e4llen aus. Im Laufe der Jahre und mit zunehmender Kenntnis der Abstammung von Betroffenen hielt ich Epilepsie immer mehr f\u00fcr eines der gro\u00dfen Probleme unserer Rasse.<\/p>\n<p>2. Anfang 2007 stie\u00df die Kollegin Nicole Gies in Zusammenarbeit mit Professor Tosso Leeb dankenswerterweise ein Projekt zur Erforschung von Epilepsie bei Labrador Retrievern an. F\u00fcr diese Initiative geb\u00fchrt ihr gro\u00dfer Dank. Das Projekt wurde von mir durch das Einsenden von Blutproben von betroffenen und gesunden Labrador Retrievern unterst\u00fctzt.<br \/>\nAnl\u00e4sslich einer Fortbildung zu Myopathie am 3. 11. 2010 frage ich Professor Leeb, wie es um dieses Projekt bestellt sei und wie erwartet konnte er mir keine Hoffnung auf einen Gentest f\u00fcr Epilepsie machen. Da ich wusste, dass er auch zu Zwergwuchs beim Hovawart forschte, bat ich ihn dann, den Labrador in diese Forschung mit einzubeziehen, da ich das Gef\u00fchl hatte, dass auch unsere Rasse in dieser Hinsicht ein Problem hatte und er stimmte sofort zu.<br \/>\nSo war das SD2 Projekt nur ein Ableger des viel wichtigeren Epilepsieprojektes, f\u00fcr das ich immer wieder einmal Proben sowohl zum Institut f\u00fcr Genetik der Universit\u00e4t Bern als auch zur Universit\u00e4t Helsinki schickte. Hannes Lohi ist dort ebenfalls in der Epilepsieforschung (und der Zwergwuchsforschung beim norwegischen Elchhund) t\u00e4tig und konnte schon erste Erfolge f\u00fcr unsere Rasse aufzeigen.<br \/>\nSchneller als erwartet gab es die ersten Erfolgsmeldungen zum SD2-Projekt, da ich anscheinend die richtigen Proben eingeschickt hatte.<br \/>\nEinige wichtige Proben, die mir finnische Z\u00fcchter w\u00e4hrend unserer Teilnahme an der finnischen Championship 2011 f\u00fcr das Zwergwuchsprojekt versprochen hatten, wurden aber nicht nach Bern sondern nach Helsinki geschickt. Daher kam es zu einem Austausch von Proben f\u00fcr die beiden Projekte zwischen den Universit\u00e4ten Bern und Helsinki.<\/p>\n<p>3. Ich musste feststellen, dass von den Hunden im DRC, deren Besitzer f\u00fcr die Ausschlussdiagnostik den Epilepsiefond in Anspruch genommen hatten, leider keine Proben f\u00fcr die Forschung vorlagen.<br \/>\nDaher schrieb ich am 6. 9. 2014 Folgendes an den DRC:<br \/>\nDie Existenz des Epilepsiefonds des DRC ist vielen Mitgliedern des DRC nicht bekannt. Diese Erfahrung musste ich h\u00e4ufig in meiner Klientel bei Besitzern von an epileptiformen Anf\u00e4llen leidenden Retrievern machen. Ich musste auch feststellen, dass die Motivation f\u00fcr eine Ausschlussdiagnose durch die Tatsache gemindert wurde, dass Voraussetzung f\u00fcr eine Erstattung der entstehenden Kosten an die Diagnose \u201eidiopathische Epilepsie\u201c gebunden ist. Es ist aber auch im Interesse eines Zuchtvereins andere, m\u00f6glicherweise ebenfalls genetisch bedingte Ursachen f\u00fcr epileptiforme Anf\u00e4lle festzustellen um diese gegebenenfalls bek\u00e4mpfen zu k\u00f6nnen.<br \/>\nDie effektivste M\u00f6glichkeit der Bek\u00e4mpfung von erblichen Krankheiten erhalten wir durch die Entwicklung eines Gentests.<br \/>\nMehrere Universit\u00e4ten besch\u00e4ftigen sich mit der Entwicklung eines solchen Tests. Um Fortschritte bei der Entwicklung eines Gentests auch f\u00fcr Retriever sind die Universit\u00e4ten dringend auf die Einsendung von Blutproben insbesondere von betroffenen Tieren angewiesen.<br \/>\nAusschlussdiagnosen m\u00fcssen untereinander vergleichbar sein und dieselben Untersuchungen standardm\u00e4\u00dfig aufweisen. Dieses ist bisher nicht immer der Fall, zum Beispiel liegt nicht f\u00fcr jeden Hund ein MRT vor.<br \/>\nDaher stelle ich folgende Antr\u00e4ge:<br \/>\n1. F\u00fchrende Tier\u00e4rzte auf dem Gebiet der Epilepsie (z. B Schwarz-Porsche, Fischer, Tipold, Jaggy) werden gebeten festzulegen, welche Untersuchungen als Mindestvoraussetzung f\u00fcr eine Ausschlussdiagnose gelten sollen.<br \/>\n2. Das Einsenden einer Blutprobe der betreffenden Hunde f\u00fcr die Forschung (mindestens Helsinki und Bern) ist eine Voraussetzung f\u00fcr eine Erstattung aus dem Epilepsiefond.<br \/>\n3. Die Erstattung f\u00fcr die Ausschlussdiagnose ist nicht an die Diagnose \u201eidiopathische Epilepsie\u201c gebunden.<\/p>\n<p>Meine Anregung, von den Hunden, deren Besitzer den Epilepsiefond in Anspruch nehmen, in Zukunft zu verlangen eine Blutprobe f\u00fcr die Forschung zur Verf\u00fcgung zu stellen, wurde vom DRC sofort umgesetzt.<\/p>\n<p>4. erfuhr ich von immer neuen betroffenen Hunden und auch weiteren W\u00fcrfen, in denen nicht nur ein sondern mehrere Tiere aus einem Wurf epileptiforme Anf\u00e4lle entwickelten. In einem Wurf von dessen Familie ich bereits Blut an beide Universit\u00e4ten eingeschickt hatte mussten die betroffenen Hunde aufgrund der Schwere ihrer Erkrankung euthanasiert werden.<br \/>\nAnfang Januar 2015 h\u00f6rte ich von einem Wurf, in dem alle Welpen erkrankt waren. Die Z\u00fcchterin erkl\u00e4rte sich bereit, daf\u00fcr zu sorgen, dass die Proben dieses Wurfes f\u00fcr die Epilepsieforschung eingeschickt werden.<br \/>\nMindestens in diesen F\u00e4llen der famili\u00e4ren H\u00e4ufung musste von einer erblichen Krankheit als Ursache ausgegangen werden. Ich konnte mir nicht vorstellen, dass es bei dieser H\u00e4ufung nicht m\u00f6glich sein sollte, einen Gentest zu entwickeln oder diesem Ziel zumindest n\u00e4her zu kommen.<\/p>\n<p>Nach meiner Einsch\u00e4tzung lagerte ein Teil der f\u00fcr das Epilepsieprojekt wichtigen Proben, bei denen ich famili\u00e4re Zusammenh\u00e4nge sah in Helsinki, ein anderer Teil in Bern.<\/p>\n<p>5. Dann gab es drei verschiedene Hinweise, die auch einen Zweig unserer neuen Linie (der J-Wurf des 2. Alphabets) zumindest als Tr\u00e4ger dieser Krankheit, vielleicht sogar als Betroffene wahrscheinlich machen.<\/p>\n<p>6. In der Februarausgabe 2015 Nr. 127, S. 2 von \u201eUnser Labrador\u201c (Clubzeitung des LCD) las ich dann unter Vorstandsmitteilungen, dass der LCD in Zukunft die Ausschlussdiagnostik zur Feststellung der Epilepsie nicht l\u00e4nger unterst\u00fctzen wird.<br \/>\nStattdessen wolle der Vorstand ein Forschungsprogramm vorstellen.<br \/>\nAuf S. 24 las ich einen Artikel der Vorsitzenden der Zuchtkommission, der Hauptzuchtwartin und des 1. Vorsitzenden des LCD unter dem Titel: Epilepsie-wie gehen wir in Zukunft damit um?<br \/>\nU. a. ist dort zu lesen, dass der Vorstand festgestellt hat, dass die F\u00f6rderung der Ausschlussdiagnostik kein taugliches Mittel ist, festzustellen, welche Hunde betroffen sind.<br \/>\nAllerdings ist die Ausschlussdiagnostik ein in der Tiermedizin anerkanntes Verfahren zur Feststellung einer idiopathischen Epilepsie.<br \/>\nWenn eine F\u00f6rderung von den Mitgliedern in Anspruch genommen werden kann, muss dieses auch hinreichend bekannt gemacht werden. Dieses war anfangs auch im DRC nicht der Fall, wie ich in meiner Klientel immer wieder feststellen musste.<br \/>\nDaher ist ein Zeitraum von 6 Jahren m. M. nicht ausreichend f\u00fcr eine solche Feststellung.<br \/>\nAbgesehen davon ist jeder einzelne Fall, der durch den Zuschuss bekannt wird, wertvoll.<br \/>\nWegen der besonders bei dieser Krankheit aus nicht nachvollziehbaren Gr\u00fcnden hohen Dunkelziffer kann jede Ahnentafel eines durch die Ausschlussdiagnostik nachgewiesenen sicheren Betroffenen dazu beitragen anhand einer Pedigree Analyse dem Erbgang dieser Erkrankung n\u00e4herzukommen.<br \/>\nDas neue Forschungsprogramm unter der Leitung von Professor Andrea Fischer, Neurologin an der Universit\u00e4t M\u00fcnchen wurde angek\u00fcndigt, ohne f\u00fcr mich nachvollziehbar zu erkl\u00e4ren, wie genau man das erkl\u00e4rte Ziel (genetische Auff\u00e4lligkeiten feststellen), erreichen will und ohne zu sagen, zu welchem Zweck genau die Blutproben eingeschickt werden sollten.<\/p>\n<p>Wegen dieser Unklarheiten schrieb ich am 1. 2. 2015 Frau Professor Fischer.<br \/>\nAuszug aus meinem Schreiben:<br \/>\n\u201eNach wie vor sende ich Blutproben von Labrador und anderen Retrievern, die epileptiforme Anf\u00e4lle haben, sowohl nach Bern als auch nach Helsinki.<br \/>\nImmer wieder gelingt es mir, Z\u00fcchter und Besitzer von solchen Hunden von der Wichtigkeit eines Gentests zu \u00fcberzeugen, der nur gelingen kann, wenn an einer Forschungsstelle gen\u00fcgend Blutproben von Betroffenen zur Verf\u00fcgung stehen.<br \/>\nNun frage mich aber, in wieweit es sinnvoll ist, die Entwicklung eines Gentestes und das Einsenden der nur sehr m\u00fchsam zu erhaltenden Proben von betroffenen Hunden noch weiter auf verschiedene Stellen zu verteilen.<br \/>\nBevor ich nun Blutproben an drei Stellen versende, w\u00fcrde ich daher gerne N\u00e4heres von Ihnen zu diesem Projekt erfahren.<br \/>\nWer ist oder wird in diesem neuen Epilepsieprojekt mit der Entwicklung eines Gentestes beauftragt?<br \/>\nWird es eine Zusammenarbeit mit anderen Forschungsstellen (auch im Ausland) geben?<br \/>\nWenn es jetzt noch eine weitere Forschungsstelle in Deutschland geben wird, w\u00fcrde es da nicht Sinn machen, wenn die verschiedenen Retrieverclubs gemeinsam einen Antrag an die GKF zur Entwicklung eines Gentests stellen?\u201c<\/p>\n<p>7. Am 8. 3. 2015 setzte ich mich mit Professor Leeb in Verbindung, um mit ihm die Intensivierung der Forschung zur Entwicklung eines Gentestes zu besprechen.<br \/>\nAuszug aus meinem Schreiben:<br \/>\n\u201eIn vielen F\u00e4llen kann ich die Besitzer (oder auch die Z\u00fcchter) davon \u00fcberzeugen, die Blutproben von betroffenen Hunden sowohl nach Bern als auch nach Helsinki einzuschicken.<br \/>\nWenn ich die Proben nicht selber einschicke, habe ich allerdings keine Kontrollm\u00f6glichkeiten. Meistens erhalte ich von den Besitzern keine R\u00fcckmeldung, ob das Blut nun tats\u00e4chlich eingeschickt wurde oder nicht. Alles geht leider sehr langsam und bei Nachfragen muss ich oft feststellen, dass doch (noch) nichts geschehen ist.<br \/>\nIch habe angeregt, dass wir im DRC bei den Wurfabnahmen von allen Welpen (so ist das in Deutschland bei den DSH der Fall) eine DNA-Probe nehmen, einmal um die Abstammung zu gew\u00e4hrleisten aber auch um gegebenenfalls sp\u00e4ter DNA f\u00fcr die Forschung zur Verf\u00fcgung zu haben.<br \/>\nOft gelingt es n\u00e4mlich nicht, die Besitzer von extrem gef\u00e4hrdeten Linien dazu zu bewegen, eine Blutprobe f\u00fcr die Forschung zur Verf\u00fcgung zu stellen.<br \/>\nMittlerweile habe ich eine Zusammenarbeit zwischen dem Labradorclub und dem DRC angeregt. Es scheint mir keinen Sinn zu machen immer neue Projekte ins Leben zu rufen. Ich m\u00f6chte nun einen neuen Anlauf nehmen, beide Forschungsprojekte nach meinen M\u00f6glichkeiten zu unterst\u00fctzen und habe dazu einige Fragen.<br \/>\nIst es notwendig, die Blutproben (so wie ich es im Moment handhabe) weiterhin sowohl nach Bern als auch nach Helsinki zu schicken?<br \/>\nWerden denn die Blutproben von betroffenen Hunden weiterhin zwischen Helsinki und Bern ausgetauscht oder war das damals eine einmalige Angelegenheit?<br \/>\nUm den \u00dcberblick nicht zu verlieren, habe ich damit begonnen, eine Liste anzulegen mit den Namen (u. a.) von betroffenen Hunden, deren Besitzer oder Z\u00fcchter mir versprochen haben, das Blut einzuschicken. \u201e<\/p>\n<p>In einem Telefonat erkl\u00e4rte sich Professor Leeb sofort bereit, mein Anliegen wieder in ein neues Forschungsprojekt umzusetzen und war auch sofort mit einer Zusammenarbeit mit Helsinki einverstanden.<br \/>\nAuszug aus seiner Mail vom 10. 3. 2015:<br \/>\n\u201eF\u00fcr die Epilepsieforschung beim Labrador sehe ich dann eine Chance, wenn Sie Familien kennen, die denen eine klinisch einheitliche Epilepsieform (z.B. age of onset, Verlauf) geh\u00e4uft vorkommt. Falls Sie 2-3 nah verwandte W\u00fcrfe identifizieren k\u00f6nnen, in denen jeweils zwei oder mehr Hunde an einer \u00e4hnlichen Epilepsieform erkrankt sind, dann halte ich es f\u00fcr durchaus m\u00f6glich, dass es sich um eine monogen vererbte Epilepsieform handelt und dann sollte sich auch ein Gentest daf\u00fcr entwickeln lassen. Dazu ist es n\u00f6tig, dass ich von diesen 2-3 W\u00fcrfen alle Eltern, alle betroffenen Nachkommen und m\u00f6glichst alle nicht-betroffenen Nachkommen bekomme.\u201c<br \/>\nAuszug aus seiner Mail vom 10. 3.2015 an Hannes Lohi:<br \/>\n&#8222;Leni Niehof, thinks that there might be a distinct form of epilepsy in some Labrador lines that she knows. I encouraged her to compile 2-3 informative litters and to start organizing these samples. In the past she has sent samples both to your lab and to my lab in Bern. Is it ok with you, if we do this project together? \u2026\u2026 I told Leni Niehof that we can share data in this project between Helsinki and Bern. I hope that this specific form of epilepsy might be monogenic.&#8220;<\/p>\n<p>Problemlos und zum Gl\u00fcck f\u00fcr unsere Rasse vereinbarten die Wissenschaftler wie schon zuvor eine Zusammenarbeit f\u00fcr dieses neue Projekt.<br \/>\nSofort begann ich, die daf\u00fcr in Frage kommenden W\u00fcrfe zusammenzustellen und versuchte Proben von diesen W\u00fcrfen mit beiden Elternteile und m\u00f6glichst allen Nachkommen zu bekommen.<\/p>\n<p>Um viele Menschen f\u00fcr dieses Projekt zu gewinnen, rief ich am 13. 3. 2015 \u00fcber eine Freundin via Facebook (ich selber bin nicht bei fb) zu einer Unterst\u00fctzung und Teilnahme an diesem Projekt auf.<\/p>\n<p>Wortlaut des Aufrufs:<br \/>\nLiebe Z\u00fcchter und Besitzer von Labrador Retrievern,<br \/>\ndie F\u00e4lle von Hunden unserer Rasse, die an epileptiformen Anf\u00e4llen leiden, mehren sich.<br \/>\nDer Epilepsiefond ist ein gutes Instrument, um als ersten Schritt zur Bek\u00e4mpfung dieser Krankheit die F\u00e4lle von Betroffenen zu erfassen.<br \/>\nLeider wird er nicht von allen Besitzern in Anspruch genommen, da etliche eine Belastung ihrer Hunde bef\u00fcrchten.<br \/>\nDie Entwicklung eines Gentests hat sich trotz einiger Fortschritte als schwierig herausgestellt, da es sich um einen polygenetisch bedingten Erbgang handeln k\u00f6nnte, aber auch, weil nicht von allen Betroffenen Blut f\u00fcr die Forschung zur Verf\u00fcgung gestellt wird.<br \/>\nDiese Krankheit ist f\u00fcr unsere Rassen von gro\u00dfer Bedeutung und stellt auch je nach Krankheitsverlauf f\u00fcr die Hunde und ihre Besitzer oft eine extreme Belastung dar. Auch unser Zwinger blieb, wie viele andere, trotz sorgf\u00e4ltiger Planung der W\u00fcrfe von dieser Krankheit nicht verschont. Daher m\u00f6chte ich gern noch mehr als bisher tun, um die bereits bestehenden Forschungsprojekte in Helsinki und Bern zu unterst\u00fctzen.<br \/>\nIch habe zu beiden Universit\u00e4ten Kontakt und es wurde eine Zusammenarbeit f\u00fcr die Epilepsieforschung zur Entwicklung eines Gentestes beim Labrador Retriever vereinbart. Ich werde wie bisher, aber noch intensiver, versuchen Blutproben von Betroffenen und ihren Verwandten f\u00fcr die Forschung zu bekommen.<br \/>\nEin Austausch von wichtiger DNA zwischen Bern und Helsinki ist gew\u00e4hrleistet.<br \/>\nHannes Lohi (Helsinki):<br \/>\n\u201cWe have done epilepsy for Labradors and we already have a preliminary locus, but we need new samples, so this would be a good thing. Samples from the whole litter and parents.\u201d<br \/>\nTosso Leeb (Bern):<br \/>\n\u201eF\u00fcr die Epilepsieforschung beim Labrador sehe ich dann eine Chance, wenn in Familien eine klinisch einheitliche Epilepsieform geh\u00e4uft vorkommt.<br \/>\nFalls 2-3 nah verwandte W\u00fcrfe identifiziert werden k\u00f6nnen, in denen jeweils zwei oder mehr Hunde an einer \u00e4hnlichen Epilepsieform erkrankt sind, dann halte ich es f\u00fcr durchaus m\u00f6glich, dass es sich um eine monogen vererbte Epilepsieform handelt und dann sollte sich auch ein Gentest daf\u00fcr entwickeln lassen. Dazu ist es n\u00f6tig, dass ich von diesen 2-3 W\u00fcrfen alle Eltern, alle betroffenen Nachkommen und m\u00f6glichst alle nicht-betroffenen Nachkommen bekomme.\u201c<br \/>\nUm die Forschungsprojekte und die Z\u00fcchter und Besitzer zu unterst\u00fctzen, habe ich daher folgende Antr\u00e4ge an den Vorstand des DRC gestellt.<br \/>\n1. Der DRC stellt Geld zur Verf\u00fcgung, um die Forschungsprojekte in Helsinki und Bern zu unterst\u00fctzen.<br \/>\nUm die Besitzer von f\u00fcr das Projekt wichtigen Hunden nicht unn\u00f6tig zu belasten, werden auch die Kosten f\u00fcr die die Entnahme und den Versand von f\u00fcr das Projekt wichtigen Blutproben vom DRC \u00fcbernommen.<br \/>\n2. Der TG-Verlag wird mit einer Zuchtwertsch\u00e4tzung f\u00fcr Epilepsie anhand der ausdiagnostizierten F\u00e4lle beauftragt.<br \/>\nDiese wird zwar aufgrund von zu wenig vorhandenen Daten vorl\u00e4ufig noch nicht sehr sicher sein k\u00f6nnen, kann aber durchaus eine Belastung in einzelnen Linien aufzeigen und so den Z\u00fcchtern helfen, kritische Paarungen aus Unwissenheit zu vermeiden.<br \/>\n3. Um Krankheiten schneller aufkl\u00e4ren zu k\u00f6nnen, entnehmen die Zuchtwarte bei der Wurfabnahme allen Welpen DNA (Speichel oder Blut auf sogenannten Go-Cards). Sollten sich sp\u00e4ter Krankheiten zeigen, ist nicht nur die DNA der Elterntiere, wie es die Zuchtzulassung vorsieht, sondern vom gesamten Wurf verf\u00fcgbar und erleichtert die Forschung und Entwicklung von neuen Gentests.<\/p>\n<p>Ich w\u00fcrde mich sehr freuen, wenn diese Antr\u00e4ge angenommen w\u00fcrden und der DRC noch mehr als bisher zur Bek\u00e4mpfung dieser Krankheit beitragen w\u00fcrde.<br \/>\nAber auch wir Z\u00fcchter und Besitzer von Labrador Retrievern k\u00f6nnen und m\u00fcssen etwas tun und ich brauche wieder eure Hilfe.<br \/>\nBitte verbreitet diese Information. Wendet euch an mich, wenn ihr von der Krankheit \u201ebetroffen\u201c seid, als Z\u00fcchter oder als Besitzer.<br \/>\nIch bin Tier\u00e4rztin und unterliege der tier\u00e4rztlichen Schweigepflicht.<br \/>\nVielleicht wird es in Zukunft selbstverst\u00e4ndlich sein, offen \u00fcber diese und andere Krankheiten zu reden, damit die Z\u00fcchter notwendige Informationen erhalten. Ein Gentest aber kann am ehesten dazu beitragen, keine betroffenen Labrador Retriever zu z\u00fcchten.&#8220;<\/p>\n<p>Die \u00dcbernahme der Kosten f\u00fcr die Blutentnahme und den Versand wurde mir vom DRC umgehend zugesichert.<br \/>\nNun nahm ich auch Kontakt zu Mitgliedern der Zuchtkommission des LCD und zum ersten Vorsitzenden des LCD auf. Eine Zusammenarbeit beider Clubs f\u00fcr die Interessen unserer Rasse war mir wichtig.<br \/>\nDie Teilnahme am Projekt von Besitzern, Z\u00fcchtern und Deckr\u00fcdenbesitzern unserer Rasse sowohl aus dem DRC als auch aus dem LCD und dem Ausland war \u00fcberw\u00e4ltigend.<br \/>\nDie Vorbereitungen zu diesem Projekt sind nahezu abgeschlossen. Die praktischen Arbeiten sollen im Juli 2015 beginnen.<br \/>\nGerne habe ich die mir vorliegenden nicht geheimen Daten an den DRC und den LCD weitergegeben.<br \/>\nAuszug aus meiner Antwort auf eine Anfrage an den Vorstand des DRC:<\/p>\n<p>\u201e\u00dcberblick \u00fcber die Anzahl und Zusammensetzung der f\u00fcr das engere Projekt geeigneten W\u00fcrfe.<br \/>\nEs wurden\/werden W\u00fcrfe gesucht, in denen mindestens zwei Tiere von Epilepsie betroffen sind mit dem Ziel, f\u00fcr eine vermutete monogenetische Form (von vielleicht mehreren) einen Gentest zu entwickeln. Es wurde schon zu Beginn dieses neuen Projektes eine Zusammenarbeit zwischen Tosso Leeb und Hannes Lohi vereinbart.<\/p>\n<p>Die Teilnahme an diesem Projekt und die Unterst\u00fctzung von Labradorbesitzern und Z\u00fcchtern beider Clubs und auch aus dem Ausland war hervorragend. Es wurden\/werden viele Proben von Betroffenen und nicht betroffenen Wurfgeschwistern und deren Eltern sowohl nach Helsinki als auch nach Bern eingeschickt.<\/p>\n<p>Die W\u00fcrfe verteilen sich ziemlich gleichm\u00e4\u00dfig auf die beiden Clubs und die beiden Linien.<br \/>\nMittlerweile sieht es so aus (immer unter der Voraussetzung, dass alle versprochenen Proben auch tats\u00e4chlich noch kommen werden):<br \/>\n12-14 W\u00fcrfe mit beiden Elternteilen (von 2 W\u00fcrfen fehlen immer noch Proben)<br \/>\nDRC 4<br \/>\nLCD 5<br \/>\nAusland 4<br \/>\nDissidenz 1<\/p>\n<p>4-6 W\u00fcrfe mit einem Elternteil (von 2 W\u00fcrfen fehlen noch Proben)<br \/>\nDRC 1<br \/>\nLCD 4<br \/>\nAusland 1<\/p>\n<p>3-5 W\u00fcrfe ohne Eltern (von zwei W\u00fcrfen fehlen noch Proben)<br \/>\nDRC 2<br \/>\nLCD 2<br \/>\nAusland 1<\/p>\n<p>Es sind also mindestens 25 W\u00fcrfe, in denen es mindestens 2 Betroffene, oft aber auch deutlich mehr, gibt.<\/p>\n<p>Die Wissenschaftler sind zurzeit noch auf einer Tagung in Cambridge, werden aber bald zur\u00fcck sein.<br \/>\nDas schreibt mir Joelle Dietrich, die das Projekt in Bern betreut:<br \/>\n&#8220; So wie es momentan ausschaut, werden die Labradors in Finnland weiter untersucht, w\u00e4hrend wir uns auf die Golden Retriever konzentrieren. Die Z\u00fcchter und Besitzer sollen aber weiterhin die Proben dorthin schicken, wo es f\u00fcr sie einfacher ist, der Austausch von DNA-Material wird zwischen Helsinki und uns stattfinden.&#8220;<\/p>\n<p>Ich bitte daher alle darum, in ihren Anstrengungen f\u00fcr das Projekt nicht nachzulassen und auch weiter Proben, insbesondere von den Betroffenen einzuschicken. Noch wissen wir nicht, ob wir bald einen DNA-Test haben werden. Aber ich bin weiter sehr zuversichtlich. Ende des Jahres werden wir sicher schon mehr wissen.<br \/>\nLaut einer Mail von Professor Leeb werden beide Wissenschaftler gemeinsam an der Epilepsie bei Golden und Labrador Retrievern forschen. Im Moment werden die jeweils in Bern und Helsinki vorhandenen Proben abgeglichen.<\/p>\n<p>Ich m\u00f6chte mich an dieser Stelle bei allen Retrieverbesitzern und Z\u00fcchtern im DRC, LCD und im Ausland f\u00fcr das Vertrauen bedanken, das sie mir durch ihre Teilnahme an diesem f\u00fcr unsere Rassen so wichtigen Projekt entgegen gebracht haben. Ohne diesen Einsatz w\u00fcrde das Projekt nicht starten k\u00f6nnen.<br \/>\nMein Dank gilt auch den stillen Helfern, die mir bei der manchmal detektivischen Arbeit bei der Ermittlung von Adressen und Telefonnummern geholfen haben und den Tier\u00e4rzten, die ebenfalls f\u00fcr dieses Projekt kostenlos Blutproben entnommen haben. Ebenso geht mein Dank an Petra Golz, die sich dem Projekt angeschlossen hat und Blutproben von Golden Retrievern aus 7 Familien gesammelt hat und nat\u00fcrlich an die Wissenschaftler f\u00fcr ihre Arbeit f\u00fcr unsere Rassen.<\/p>\n<p>Zu meiner gro\u00dfen Freude erfuhr ich auf der Mitgliederversammlung des DRC am 30. 6. 2015, dass der Vorstand auf meinen Antrag hin (der scheinbar von der Zuchtkommission \u00fcbernommen wurde) 5000 Euro f\u00fcr die Epilepsieforschung spenden wird.<\/p>\n<p>Leni Niehof am 1. 7. 2015<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Informationen zum Epilepsieprojekt! Gemeinsames Forschungsobjekt der Universit\u00e4ten Bern (Tosso Leeb) und Helsinki (Hannes Lohi) https:\/\/www.koirangeenit.fi\/english\/projects\/ongoing-research-projects\/neurological-diseases\/epilepsy2\/ Blutproben von Hunden mit \u201eAnf\u00e4llen\u201c und von deren Verwandten bitte einsenden (kein Express) an: Lohi laboratory Biomedicum Helsinki, room C514b Haartmaninkatu 8, 00290 Helsinki, Finland Der Blutprobe (1-3 ml EDTA-Blut) bitte ein Einsendeformular und eine Kopie der Ahnentafel beif\u00fcgen. 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